Wenn jeder Höhenmeter zählt

Bergrettung im Mittelgebirge mit dem Can-Am Traxter HD10: Sanfte Höhenzüge, schroffe Felsformationen,

schmale Kletterpassagen und kilometerlange Wanderwege: Das Mittelgebirge der Städteregion Aachen ist ein beliebtes Freizeitgebiet.Und gleichzeitig ein anspruchsvolles Einsatzgebiet für die Bergwacht des DRK-Kreisverbandes Städteregion Aachen e.V. Wo Wanderer, Kletterer und Mountainbiker unterwegs sind, entstehen Situationen, in denen schnelle, professionelle Hilfe überlebenswichtig wird. Seit 30 Jahren ist die Bergwacht hier aktiv. Rund 20 ehrenamtliche Einsatzkräfte trainieren regelmäßig, um Menschen aus genau diesen Umgebungen sicher zu retten: aus steilen Felsflanken, rutschigen Waldpfaden oder abgelegenen Schluchten.

Ausbildung für den Ernstfall im Gebirge

Der Ausbildungstag begann mit der Wiederholung der Grundlagen: Material- und Knotenkunde, Anschlagpunkte, Sicherungs- und Rettungstechniken sowie Verfahren der planmäßigen Rettung. In Stationsausbildung wurden diese Inhalte aufgefrischt, denn im Mittelgebirge mit seinen Kletterstrecken und Absturzkanten ist absolute Routine überlebenswichtig. Im anschließenden Szenario wurde eine verletzte Person an einer felsigen Hangkante angenommen – ein typisches Bild aus dem Einsatzalltag. Abrutschgefahr, lose Steine, eingeschränkter Stand. Die Rettung erfolgte seilunterstützt und mit höchster Präzision. In der Gebirgstrage gesichert, wurde der Patient kontrolliert aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Der Can-Am Traxter HD10 – Mobilität zwischen Fels und Wald

Nach der Bergung kam der Can-Am Traxter HD10 zum Einsatz. In dem engen, teils bewaldeten Mittelgebirgsgelände zeigte der UTV seine ganze Stärke: wendig, kraftvoll, verlässlich. Er transportierte Material, unterstützte den Patiententransport und stellte die Verbindung zwischen Rettungsstelle und weiterführendem Rettungsfahrzeug her.

Gerade auf schmalen Wanderwegen, in steilen Forstpassagen und zwischen Felsformationen ist ein UTV oft das einzige Fahrzeug, das schnell und sicher vorankommt. Der Traxter HD10 ist damit kein Luxus – sondern ein taktischer Vorteil. Der anschließende Weitertransport erfolgte mit dem hochgeländegängigen Unimog-Rettungswagen, der auch längere Strecken über Wald- und Schotterwege problemlos meistert.

UTVs als unverzichtbares Bindeglied

In modernen Berge- und Transporteinsätzen schließen UTVs die Lücke zwischen Fusstrupp und Großfahrzeug. Sie bringen medizinisches Material, übernehmen erste Transporte, entlasten die Einsatzkräfte körperlich und sparen wertvolle Zeit. Gerade in weitläufigen Wandergebieten oder an Kletterstrecken entscheidet oft jede Minute. Ergänzt wird das Einsatzkonzept der Bergwacht durch Drohnen zur Personensuche sowie ein Mehrzweckfahrzeug – ein Zusammenspiel aus moderner Technik und klassischer Rettungskompetenz.

Ehrenamt, das Höhen und Tiefen kennt

Die Einsätze im Mittelgebirge verlangen den Helfern alles ab: körperlich, mental und organisatorisch. Doch sie sind da – bei Regen, Hitze, Schnee oder Dunkelheit. Für Wanderer, Kletterer, Familien, Sportler. Für Menschen in Ausnahmesituationen. Die Bergwacht des DRK-Kreisverbandes Städteregion Aachen e.V. steht exemplarisch für dieses

Engagement. Und der Can-Am Traxter HD10 ist dabei mehr als nur ein UTV – er ist Teil einer Rettungskette, die im Mittelgebirge oft den entscheidenden Unterschied macht.

Warum eignet sich der Can-Am Traxter HD10 besonders für Bergrettungseinsätze?

  • Der Can-Am Traxter HD10 bietet hohe Geländegängigkeit, starke Traktion und kompakte Abmessungen – ideal für schmale Wanderwege, steile Forstpassagen und unwegsames Mittelgebirgsgelände.

Welche Rolle spielen UTVs im Rettungsdienst?

  • UTVs schließen die Lücke zwischen Fußtrupp und Großfahrzeug. Sie transportieren Material, unterstützen den Patiententransport und ermöglichen schnelle Hilfe in schwer zugänglichen Gebieten.

In welchen Gebieten ist die Bergwacht der Städteregion Aachen im Einsatz?

  • Die Einsätze erfolgen überwiegend im Mittelgebirge mit Wanderwegen, Kletterstrecken, Waldgebieten und felsigem Terrain, wo klassische Rettungsfahrzeuge nicht mehr weiterkommen.

Text und Fotos Ralf Wilke

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