
Mit der neuen Dea Rossa hebt EXEET die eigene Messlatte einmal mehr an. Das atemberaubende Modell ist nicht nur eine Weiterentwicklung, sondern die konsequente Zuspitzung all dessen, wofür die Marke steht.
Technische Radikalität, gestalterische Präzision und der Wille, das Machbare immer weiter zu verschieben. Das waren die treibenden Kräfte hinter dem Quad auf Basis der Ducati Streetfighter V4 mit 1.103 ccm Hubraum und 208 PS.
Ein Quad als Kunstwerk
Doch schon der erste Blick macht deutlich, dass hier weit mehr entstanden ist als ein Umbau auf höchstem Niveau. Die augenscheinlich auffälligste Neuerung sind die vollständig aus dem Vollen gefrästen Rahmen- und Fahrwerkskomponenten. Sie prägen die gesamte Erscheinung des Fahrzeugs und verleihen der Dea Rossa eine außergewöhnliche technische wie skulpturale Präsenz. In Verbindung mit den eigens entwickelten mehrteiligen Carbon-Composite-Felgen und der aus dem Vollen gefrästen Schwinge entsteht eine Anmutung, die weniger an klassisches Fahrzeugdesign als an präzise Hochtechnologie erinnert.
Das Fahrwerk

Die Schwinge etwa, steht exemplarisch für den Anspruch dieses Projekts. Formal erinnert sie an ein Formel-1-Getriebe, in ihrer Wirkung ist sie jedoch weit mehr als nur ein Bauteil. Die darauf exponiert platzierten Öhlins-Dämpfer machen sichtbar, was Exeet auszeichnet — den Anspruch, Technik nicht zu verstecken, sondern bewusst zu zelebrieren. Fahrwerksseitig bleibt die Dea Rossa der Exeet-DNA treu und entwickelt sie zugleich weiter. Das bewährte Pushrod-Fahrwerk an der Vorderachse zelebriert die Tradition der Marke, während das erstmals so umgesetzte Pullrod-Fahrwerk an der Hinterachse diesen Gedanken konsequent fortführt. Das Ergebnis ist eine Fahrwerksarchitektur, die nicht nur technisch fasziniert, sondern Stabilität, Präzision und Eigenständigkeit auf ein neues Niveau hebt.
Motor
Der kompromisslose Anspruch zeigt sich ebenso in jenen Details, die man auf den ersten Blick kaum sieht. Erstmals wurde der V4-Antrieb auf Trockensumpfschmierung mit einer eigens entwickelten Ölpumpe umgebaut. Ziel war ein nochmals tieferer Schwerpunkt.
Trotz aller technischen Radikalität wirkt die Dea Rossa bemerkenswert clean und elegant. Die Ergonomie und Sitzposition wurden spürbar verbessert, das Fahrzeug insgesamt flacher als bisherige Referenzen ausgelegt.
Die will man haben

Für Sebastian Jornitz ist mit der Dea Rossa ein lang gehegter Traum Realität geworden. Die Idee, eine Ducati auf diesem Niveau umzubauen, begleitete ihn seit Jahren — allerdings immer unter einer klaren Voraussetzung: wenn, dann kompromisslos.Die Fahrbarkeit dieser explodierenenden Kanonenkugel – immerhin treffen über 200PS auf nicht mal 300kg Leergewicht – wurde auf den kurvenreichen Seealpen oberhalb Monaco ausgiebigst unter Beweis gestellt. In der Beschleunigung gibt es keine vergleichbaren Alternativen. Geschwindigkeits begrenzender Faktor sind die Reifen.

Wer jetzt Bedenken hat sich finanziell zu ruinieren, der sei beruhigt. Zugegeben ist der Einstiegspreis im Falle der DEA Rossa aufgrund der nagelneuen Basis und der extremen Komponenten nicht mehr 5-stellig, Die Wertstabilität der bisherigen EXEET Modelle ist aufgrund der hochwertigen Umsetzung aber tendentiell aufsteigend.
- Text: Günter Stüsser – www.onlinemotor.de
- Fotos: Günter Stüsser, EXEET

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